
Lanzarote:
Größe: 795 km² , Einwohner: ca. 53.100
, Hauptstadt: Arrecife (ca. 35.000 Einwohner)
Lanzarote, fremdartig, bizarr,
vergleichbar mit einer Mondlandschaft. Keine Grünflächen,
kaum Bäume,
viel schwarze Lavamasse. Spröde Schönheit.
Schwarz. Von Urgewalten geprägt. Mit brodelnd-heißem
Untergrund. Serpentinen für Sportsüchtige.
Das Feuer der Erde schuf eine Insel der Naturwunder.
Lanzarote, die am weitesten nordöstlich gelegene
Insel des Archipels, nur 125 km vom afrikanischen
Festland entfernt, ist mit einer Gesamtfläche
von 795 qkm die viertgrößte der Kanarischen
Inseln. Unbeeindruckt lässt diese Insel keinen.
Manche, die sie einmal erlebt haben, kommen Jahr für
Jahr immer wieder, erliegen ihrem gewaltigem Reiz.
Andere sind erschrocken von so viel Stein, Hitze,
quellender Lava und rauer Landschaft und einer glühenden
Sonne. Unter dieser Insel, daß merkt man, kocht
der Vulkan - im Moment zum Glück auf kleiner
Flamme.
Neben Meer und Strand ist es gerade das Herbe und
Spröde, das die Touristen anzieht. Die Sinne
werden von einer Urkraft der Elemente gereizt. Feuer
und Wasser liegen ganz dicht nebeneinander. Denn natürlich
ist Lanzarote, neben allem Vulkanischen, auch eine
Bade-Insel.
Anders als auf Fuerteventura gibt es auf Lanzarote
neben den vielen ausländischen Dauerresidenten
auch Menschen, die nicht nur vom Tourismus leben.
Die Einheimischen betreiben Fischerei und in der Umgebung
der weißen Dörfer trifft man heute noch
auf eine recht eigentümliche, traditionsreiche
Landwirtschaft. Nirgendwo sonst wird der Wein so angebaut
wie auf Lanzarote. Die Reben werden in kleinen, von
Mäuerchen umgebenen Trichtern aus Schlacke gezogen,
in denen der sich sammelnde Tau für die notwendige
Feuchtigkeit sorgt. Die Hotels blieben in der Tat
niedrig, die Landschaft wurde weitgehend geschont.
Das Ensemble aus urwüchsiger, vulkanischer Natur,
intaktem Leben der Bevölkerung, Meer und der
sensibel komponierten touristischen Infrastruktur
machen das Erlebniswerte der Insel Lanzarote aus.
Costa Teguise und Puerto del Carmen sind die touristischen
Hotspots dieser eigenwilligen Insel, die von der Unesco
als Biosphärenreservat anerkannt ist.
Obwohl sich die Insel
von Nordost nach Südwest nur etwa 60 km und von
West nach Ost gerade mal 20 km weit ausdehnt, gibt
es doch deutlich voneinander zu unterscheidende Landschaften:
Endlose Schlacke- und Aschefelder bedecken vor allem
den Westen dort, wo in den Montañas del Fuego
- den Feuerbergen - das Inferno begann. Sie bilden
den gleichnamigen Nationalpark Lanzarotes.
Der Süden ist trocken, nur sehr dünn besiedelt
und wegen
seiner goldenen Traumstrände um
El Papagayo bei Urlaubern überaus beliebt. Die
Inselmitte wird für ihre kuriosen Weinanbaugebiete
um La Geria gerühmt und läuft an der Ostküste
in die kalkweißen Touristenhochburgen
Puerto del Carmen und Costa Teguise aus, die ihrerseits
die Hauptstadt Lanzarotes, Arrecife, einrahmen.
Überraschend bunt und üppig breitet sich
schließlich der Norden um die Kleinstadt Haría
aus, die das Zentrum der Agrarregion bildet. Nicht
zu vergessen sind die drei Eilande
La Graciosa, Montaña Clara und Alegranza,
die sich nach Norden hin wie Farbkleckse aus Lanzarotes
Palette gelöst zu haben scheinen.
(original: www.immo7.com)
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